Teilnehmer der Gedenkkreuzeinsegnung

Enthüllung der Gedenktafel

Text der Gedenktafel

Gedenkkreuz
Edelfried Baginski und Ilse Masuch

Grußwort anlässlich der feierlichen Einsegnung eines Gedenkkreuzes auf dem evangelischen Friedhof in Ortelsburg/Szczytno, Marszałka Józefa Piłsudskiego

Liebe Mitglieder der Kreisgemeinschaft Ortelsburg, liebe Mitglieder des deutschen Kulturvereins "Heimat" in Szczytno, ich danke Ihnen sehr herzlich für die persönliche Einladung zur feierlichen Einsegnung des Gedenkkreuzes und grüße Sie herzlich im Namen von Rat und Verwaltung Ihrer Patenstadt Herne.

Leider ist es mir nicht möglich, die Gedenkfeier in Szczytno zu besuchen, doch möchte ich Ihnen gern auf diesem Weg meine große Anteilnahme an dieser Veranstaltung versichern.

65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzen der Kulturverein "Heimat" und die Kreisgemeinschaft Ortelsburg ein Kreuz für die Opfer und Vertriebenen im ehemaligen Ortelsburg. Möge dieses Kreuz uns an die Menschen erinnern, die damals gelitten haben, die Opfer wurden, die ihre Familien und ihre Heimat durch Vertreibung verloren haben.

Das Kreuz erinnert an alle Menschen, die damals in Ortelsburg lebten. Es erinnert auch an die unzähligen Opfer, die die polnische Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg erlitten hat. Das Kreuz mahnt zur Versöhnung.

Versöhnung ist ein langer Weg, auch wenn Polen und Deutsche bis heute viele Schritte auf diesem gemeinsamen Weg gegangen sind, scheint er uns an manchen Tagen immer noch weit. Deshalb sind Momente der gemeinsamen Erinnerung wie die Einsegnung des Gedenkkreuzes sehr wichtig. Ich hoffe deshalb sehr, dass unter dem Gedenkkreuz zukünftig polnische und deutsche Freunde gemeinsam stehen werden und dass sie gemeinsam an das Leid ihrer Eltern und Großeltern erinnern.

Mein Gruß richtet sich an die Kreisgemeinschaft der Ortelsburger, an die Menschen im Heimatverein in Szczytno und an unsere polnischen Freunde. Mein herzlicher Gruß geht an Sie alle, die Sie mit dem Gedenkkreuz Erinnerung ermöglichen und zugleich Versöhnung anstreben.

Horst Schiereck, Oberbürgermeister der Stadt Herne